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Als die Menschen der vorindustriellen Gesellschaft in enger Abhängigkeit von der Natur lebten, hatten sie nicht das Gefühl, besonders "naturverbunden" zu sein. Die Natur war Lebensgrundlage und alltägliches Arbeitsfeld. Sie konnte sich freundlich gesinnt zeigen, aber auch grausam und wankelmütig.
"Schön" fanden sie die Natur in der Regel aber nicht, dazu waren sie ihr zu nahe. Erst der moderne Mensch, der sich scheinbar aus der unmittelbaren Verknüpfung und Abhängigkeit von natürlichen Phänomenen befreit hatte und diese mit einer gewissen Distanz betrachten konnte, entwickelte einen ästhetischen Blick auf Natur und Landschaft. Wie an den Beschreibungen der Schönheiten der Retzer Weinlandschaft durch den Besitzer des Gatterburg'schen Schlossweingutes deutlich wird, ist dieser Blick Ausdruck einer Verbundenheit, die nun auf der Basis von Freiwilligkeit erneut angestrebt wird.
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